Freitag, 02. August 2019

Neuer Skatepark in der Kitzenwiese fast fertig

Schon jetzt kann man deutlich erkennen, was auf der Fläche in der Kitzenwiese entstehen soll: neue Transitions, Rails und Tables für den Skatepark. Die Eröffnung ist im September geplant.
Drahtgeflecht liegt auf dem Boden vor Betonrampen
Die Bauarbeiten für den neuen Skatepark in der Kitzenwiese sind fast abgeschlossen. Im September soll der Skatepark eröffnet werden.

Die gesamte Skaterfläche umfasst rund 750 Quadratmeter und ist damit deutlche größer als der bisherige. Nachdem in den vergangenen Wochen Stück für Stück die einzelnen Obstacles (Fahrelemente) von der Firma Camp Ramps geschalt, betoniert und am Ende geshaped (geglättet) wurden, wurde nun der Bodenbelag eingebaut. Die Herstellung der Obstacles, die zum größten Teil in Handarbeit erfolgt, setzt ein sehr hohes handwerkliches Können und praktische Erfahrung im Skaten und Biken voraus.

Damit die Betonflächen nicht zu schnell aushärten und sich dadurch Risse bilden, wurden die Flächen mit Folien abgedeckt. Aufgrund der heißen Temperaturen in der vergangenen Woche mussten die Bodenarbeiten unterbrochen werden, so dass in dieser Woche die letzten Betonier-Arbeiten ausgeführt werden konnten.

Betreut wurden die Planung und der Bau des neuen Skateparks von der Abteilung Stadtgrün im Stadtbauamt. Entwickelt wurde er von Landschaftsarchitekt Ralf Maier aus Köln in mehreren Workshops gemeinsam mit den Jugendlichen.

„Ich freue mich, dass wir den Skatepark nun im September den Jugendlichen übergeben können. Der  gesamte Beteiligungsprozess lief reibungslos, alle Beteiligten arbeiteten eng zusammen und die Kooperation mit den Jugendlichen war sehr gut“, so Wolfgang Kübler, Leiter des Stadtbauamtes.

Der neue Skatepark bietet zukünftig viel Platz und Freiräume und lässt so eine kreative Nutzung für Anfänger bis Könner zu. Eine Besonderheit ist der „liegende Pfennig“, eine runde Form, die sich aus einer schrägen Ebene heraushebt und auf den Skateplätzen der Umgebung nicht zu finden ist. Da die neue Anlage auch eine zusätzliche Beleuchtung erhält, kann zukünftig auch im Winter und am Abend länger geskatet werden. Sobald die Beläge ausreichend ausgehärtet sind, werden die fehlenden Holzrampenelemente aufgestellt, die überwiegend von Bikern genutzt werden.

Die Bauarbeiten liegen trotz der geringen Verzögerung wegen der enormen Hitze im Zeitplan und werden voraussichtlich Mitte August abgeschlossen sein. Die Anlage wird dann für die Skater freigegeben. Die Eröffnung ist im September mit einer Eröffnungsfeier und einem Skatecontest geplant.  

Jugendliche konnten ihre Ideen einbringen
Die Kinder und Jugendlichen wurden in mehreren Workshops in den Planungsprozess mit eingebunden. Diplom-Ingenieur Ralf Maier, Sachverständiger und Gutachter für Bike- und Skateparks und Mitglied im Normenausschuss für Skateanlagen wurde beauftragt, den Skatepark zu planen. Nach mehreren Workshops, in denen die Jugendlichen ihre Wünsche äußerten, gestaltete er einen Entwurf aus.  In einem abschließenden Workshop wurde auf Wunsch der Jugendlichen nochmals die Lage der Sprungrampen im südlichen Bereich gedreht und die zwei Rampenelemente (Curbs) erhielten unterschiedliche Höhen. Die Rampenkombination (Manualpad/Curb) wurde verkleinert und anstatt zweier Rails (Handläufe) wurde ein Rail und ein Rampenelement (Ledge) aufgebaut.